Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI): Warum Kotfressen oft ein medizinischer Hilfeschrei ist
- Mandy

- 27. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Es ist der absolute Albtraum beim entspannten Spaziergang: Der Hund schnüffelt intensiv im Gebüsch und bevor man reagieren kann, hat er genüsslich den Kot eines anderen Tieres gefressen. Besonders verlockend scheinen dabei die Hinterlassenschaften von Katzen oder Pflanzenfressern (wie Pferden oder Schafen) zu sein.
Oft schimpfen wir reflexartig. Doch aus tiermedizinischer Sicht ist dieses Verhalten (die sogenannte Koprophagie) sehr oft keine Unart, sondern ein instinktiver Überlebensmechanismus. Die Ursache liegt tief im Inneren des Hundes: bei der Bauchspeicheldrüse.
Die Bauchspeicheldrüse: Das Kraftwerk der Verdauung
Die Bauchspeicheldrüse (das Pankreas) hat eine elementare Aufgabe: Sie produziert Verdauungsenzyme. Diese Enzyme (Amylase, Lipase und Protease) sind wie kleine Scheren, die das gefressene Futter im Dünndarm in seine kleinsten Bausteine (Nährstoffe, Fette, Aminosäuren) zerschneiden, damit sie ins Blut aufgenommen werden können.
Arbeitet dieses Organ nicht mehr richtig, sprechen wir von einer Exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI). Die Bauchspeicheldrüse produziert zu wenige oder gar keine Enzyme mehr. Das dramatische Resultat: Der Hund frisst zwar mit riesigem Appetit, aber die Nahrung wandert völlig unverdaut durch den Körper. Der Hund verhungert buchstäblich vor einem vollen Napf.
Warum frisst der Hund dann Kot?
Wenn der Hundebauch rumort und der Körper merkt, dass ihm massiv Nährstoffe und Enzyme fehlen, greift das Tier auf seine wilden Instinkte zurück. Der Kot anderer Tiere (besonders von Katzen, deren Futter sehr proteinreich ist, oder von Pflanzenfressern) enthält etwas, das dem kranken Hund fehlt: Vorverdaute Nahrungsbestandteile, fremde Darmbakterien und vor allem Enzyme. Der Hund versucht also nicht, dich zu ärgern. Er versucht, sich selbst zu therapieren und seine fehlende Verdauungskraft auszugleichen.
Wie kommt es zur Überlastung der Bauchspeicheldrüse?
Neben genetischen Faktoren oder akuten Entzündungen ist oft eine jahrelange Fehlernährung der Auslöser für eine streikende Bauchspeicheldrüse:
Zuviel schwer verdauliches Getreide: Die Bauchspeicheldrüse des Hundes ist primär auf die Verdauung von Proteinen und Fetten ausgelegt. Ein Übermaß an billigen, stärkehaltigen Kohlenhydraten (wie in vielen Industrie-Trockenfuttern) zwingt das Organ zu permanenter Höchstleistung, bis es erschöpft ist.
Totes Futter durch extreme Hitze: Bei der Herstellung von extrudiertem Futter (unter extremem Druck und Hitze) werden alle natürlichen, nahrungs-eigenen Enzyme zerstört. Die Bauchspeicheldrüse muss die komplette Verdauungsarbeit allein stemmen.
Synthetische Zusatzstoffe: Künstliche Aromen und Konservierungsstoffe reizen den gesamten Magen-Darm-Trakt und fördern Entzündungen (Pankreatitis), die schließlich in einer Insuffizienz enden können.
Der Ausweg: Entlastung und Natürlichkeit
Wenn die Bauchspeicheldrüse angeschlagen ist, braucht sie dringend Urlaub. Schwer verdauliche Füllstoffe und Chemie müssen sofort vom Speiseplan gestrichen werden.
Hochverdauliche Proteine: Das Futter muss so hochwertig und naturbelassen sein, dass der Magen-Darm-Trakt kaum Mühe hat, es aufzuspalten. Hier ist unsere schonend kaltgepresste Nahrung oder unsere MaxidogVit Feuchtnahrung ideal, da die Nährstoffe nicht durch extreme Hitze denaturiert wurden.
Kräuter-Unterstützung: Mit der Kraft der Natur können wir Magen und Darm beruhigen. Spezielle Kräutermischungen (wie z. B. Naturkraft) fördern die Produktion von Verdauungssäften auf ganz sanfte, natürliche Weise.
Das mineralische Gleichgewicht: Eine gesunde Bauchspeicheldrüse braucht ein basisches Milieu. Durch unsere Reico Algenmischung wird der Körper entsäuert, was die perfekte Grundlage für die Heilung der inneren Organe schafft.
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